DIY Bau einer Schuhbank

Was ist eine Schuhbank? Naja, der Wikipedia Artikel existiert noch nicht.
Ich interpretiere diese Sitzgelegenheit als eine Schuhbank. Eine Sitzfläche die primär dazu da ist um Schuhe an oder aus zu ziehen. Ausserdem ist noch Stauraum unter der Bank. Könnten bei der Höhe von 45cm auch locker hohe Stiefel drunter passen.

Höhe: 45cm
Breite: 100cm
Tiefe: 35cm

Material
Stahl: Quadratrohr 30mm x 30mm, Stärke 3mm
Holz: Leimholzplatte aus Buche
Eine Werkzeug und Zubehörliste findest du im Beitrag ganz unten

Ich habe mich für diesen Stahl entschieden, da er trotz seines großen Durchmessers von ca. 3 cm einen filigranen Touch hat.
Das Holz der Buche ist hart und stabil. Im Vergleich zu Vollholz, gleicher Stärke, ist Leimholz tragfähiger und neigt weniger zur Rissbildung. Das Holz verwirft sich nicht und bleibt in der Form stabil.

Bevor geschweißt wird müssen wir das Material berechnen und entsprechend zusägen. Ich hatte zu der Zeit leider noch keine Metallbandsäge. Habe alles mit der Flex geschnitten. Ich schweisse das Gestell auf einer einer Tischplatte. Die Beine werden mit Magnetwinkeln an der gewünschten Stelle befestigt. Wenn richtig positioniert wurde, mache ich an jede Seite einen kleinen Schweißpunkt. So kann ich mit Winkeln die richtige Positionierung nochmal überprüfen bevor die Naht gezogen wird.

Nachdem der Rahmen zusammen geschweißt und die Nähte poliert sind, passe ich die Sitzauflage ein. Es werden an die Rahmeninnenseite Anschläge angebracht, sodass die Sitzfläche mit dem Gestell genau abschließt.

Stahlgestell schweißen mit Schutzgas
Gestell wird geschweißt
poliertes Stahlgestell mit Holzinlay
Schweißnähte werden poliert und die Sitzauflage eingepasst

Nachdem das Holz eingepasst ist möchte ich den Look des Holzes weiter entwickeln. Eine Holzbeize aus Pulver und lauwarmen Wasser wird angerührt. Ich glaube die Farbe ist Eiche alt. Das Probestück gefällt mir sehr gut. Wirkt mit Patina gleich viel edler. Das Gestell wird von Metallstaub und Fett gereinigt. Ich nehme da gerne Bremsenreiniger. Im Anschluss wird das Gestell mit einem Primer lackiert. Diese untere Lackschicht schützt das Metall vor Rost und Kratzern. Es wird 2 mal aufgetragen.

poliertes Stahlgestell mit Holz Sitzauflage und Testbeize des Materials
Probebeize für die Sitzauflage
Lackierung des Stahlgestells mit Primer
Grundierung des Gestells

Die graue Farbe finde ich nicht schön. Ich habe mich als Topcoat für einen Effektlack entschieden. Der Hammerite Metall-Schutzlack mit Struktur Effekt ist Rostschutz, Grundierung und Lack in einem. Also hätte ich mir die Grundierung eigentlich voll sparen können.

Anprobe der fertig gebeizte Sitzfläche
Anprobe der Sitzfläche
Lackierung des Stahlgestells mit Effektlack
Effektlack mit Struktur

Mit dem schwarzen Effektlack wirkt das Holz sehr lebendig. Die Kombination von schwarzem Rahmen und grün/braun patiniertem Holz. Bam! Die Sitzfläche wird zusätzlich zur Beize noch mit einem neutralen Holzöl behandelt. Das Öl pflegt die Holzoberfläche wie eine Creme unsere Haut. Das Holz wird geschmeidiger und kann stärker beansprucht werden.

Ich hoffe das Projekt hat euch gefallen.

Hier noch eine komplette Werkzeug und Materialliste für euch

Ausstattung:
Schutzgas Schweißgerät
Magnet Winkel
Stahlmaßstab
wasserfester Stift
Schlosserwinkel
Wasserwaage von Stabila
Akku-Flex
Fächerscheibe
Schruppscheibe
Schutzbrille von Uvex
Bremsenreiniger
Montagehandschuhe
Pinsel
Tauchsäge Festool REBQ TS55 plus
Metallbandsäge

Material:
Quadratrohr Stahl 30x30x3 vom Eisengroßhandel Graner
Buche Leimholz 1000 x 290 x 22 vom Obi
Metallschutzlack Primer
Metallschutzlack Hammerite
Möbelöl von Clou
Clou Pulverbeize